Langzeitüberleben mit ESK

Langzeitüberleben mit ESK ist inzwischen absolut möglich - Dies zeigen Studien !

Langzeitüberleben mit ESK ist inzwischen absolut möglich - Dies zeigen Studien !


Jede dritte Eierstockkrebspatientin lebt heute acht Jahre oder länger nach der Diagnose!!!

Dabei spielt die Qualität der Behandlung eine große, aber nicht die einzige Rolle. Eine Studie der Charité geht endlich den Ursachen für das Langzeitüberleben nach.

Eierstockkrebs hat in der Regel leider keine gute Prognose. Dennoch wächst nun auch bei dieser problematischen Krebsform die Zahl der sogenannten Langzeitüberlebenden. Damit sind Frauen gemeint, die mindestens acht Jahre nach der Diagnose noch leben.

Rund jede dritte Eierstockkrebspatientin gehört inzwischen zur Gruppe der Langzeitüberlebenden, den sogenannten „Cancer survivors“.

Daten aus großen Zentren zeigen, dass die Qualität der Behandlung und insbesondere die der Operation eine maßgebliche Rolle für das Überleben spielt: Werden die Frauen dort tumorfrei! operiert, steigt selbst bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs die 5- Jahres Überlebenswahrscheinlichkeit auf 60 bis 70 Prozent.

Aber warum überleben einige den Eierstockkrebs und andere nicht?

Die medizinische Behandlung scheint nicht die einzige Ursache zu sein. Denn auch bei offensichtlich gleichen Voraussetzungen gibt es diejenigen, die früh versterben, während andere, wenige den Krebs besiegen. Daten, die diese Unterschiede erklären könnten, gibt es praktisch nicht.

Erkenntnisse liefern will die Charité mit der Studie „Carolin meets Hanna“. Intention des Projekts ist es, Faktoren zu identifizieren, die diese außergewöhnliche Gruppe von Patientinnen auszeichnen: Ist es die Tumorbiologie, der Immunstatus oder die Resilienz, also die Fähigkeit, Krisen zu meistern, die die Langzeitüberlebenden so stark machen? Oder müssen mehrere dieser Faktoren zusammenspielen? Und wenn ja, in welcher Kombination? Würde man den „Code des Lebens“ kennen, könnte man die Erkenntnisse für neue Therapiekonzepte nutzen, so ist dort die Hoffnung.


Auffalled ist: Die Prognose hängt maßgeblich davon ab, ob die Frauen komplett tumorfrei operiert werden konnten. Untersuchungen zeigen, dass dies besonders häufig an spezialisierten Zentren, selbst bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs, zunehmend möglich ist.

Das 5-Jahres-Überleben liegt dann inzwischen bei 60 bis 70 Prozent.

So gibt es heute schon eine wachsende Gruppe von Langzeitüberlebenden nach Eierstockkrebs! Und dies gibt Hoffnung!

Aber: Mehr als jede zweite Langzeitüberlebende leidet langfristig an den Folgen!

Leider gibt es bisher immer noch keine langfristigen Nachsorgekonzepte für Frauen die ESK überlebten und auch keine langen Nachbeobachtungs-Studien!

Denn das Gesundheitssystem ist bisher schlecht auf diese Patientinnen, die sogenannten „Cancer survivors“, vorbereitet. „Wir haben es mit einer wachenden Gruppe von Langzeitüberlebenden zu tun, für die es weder medizinische Nachsorgekonzepte gibt noch entsprechend lange Nachbeobachtungs-Studien“, erklärt der Direktor der Klinik für Gynäkologie am Charité Campus Virchow Klinikum und Benjamin Franklin, Prof. Dr. Sehouli.

Im Newsletter des Charité Comprehensive Cancer Centers kündigte der Berliner Eierstockkrebsspezialist an, in Zukunft eine interdisziplinäre Sprechstunde für Langzeitüberlebende einrichten zu wollen. Denn es sei wichtig, die Frauen lange zu begleiten, meinte Sehouli.

Eierstockkrebs prägt lange die Identität

Erste Datenauswertung aus der Studie „Carolin meets Hannah“, die den Ursachen für das Langzeitüberleben nach Eierstockkrebs nachgeht, zeigen: Jede zweite Langzeitüberlebende sieht sich weiterhin als Krebspatientin! Hinzu kommt, dass bis zu 70 Prozent an diversen körperlichen Beschwerden, durch die Behandlung und der Operation leiden: Oft leiden Frauenen lebenslang an Lymphödeme, Darmproblematiken, Fatigue und/oder Depressionen. Leider treten manchmal auch Spätrezidive noch nach Jahrzehnten auf. Bislang endet jedoch die Krebsnachsorge in der Regel nach fünf Jahren.

Auch das Deutsches Krebsforschungszentrum befasst sich mit Cancer Survivorship

Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hält das bisherige Nachsorgekonzept nicht mehr für zeitgemäß und fordert neue Konzepte zur Langzeit-Nachsorge für Krebs-Langzeitüberlebende. Es gibt inzwischen eine Arbeitsgruppe „Cancer Survivorship", die sich intensiv mit dieser Problematik befasst. Eine Umfrage im Rahmen der CAESAR-Studie unter 6.000 Langzeit-Krebsüberlebende ergab ein ähnliches Bild, wie die Studie „Carolin meets Hannah“, bloß dass in diesem Fall Patienten mit vielen verschiedenen Tumorerkrankungen befragt wurden.

Demnach betrachten sich auch hier, etwa ein Drittel der Befragten noch nach 5 bis 15 Jahren nach der Diagnose als Krebspatienten. „Diese Selbstwahrnehmung ist unbedingt im Zusammenhang mit vielerlei klinischen und psychosozialen Faktoren zu sehen, wie zum Beispiel körperlichen Belastungen durch Spätfolgen, Angst vor einem Rückfall und Beeinträchtigung der Lebensqualität“, berichtet der Leiter der Arbeitsgruppe Dr. Volker Arndt und Mitautor der Studie.

Hingeschaut: Die Studie „Carolin meets Hannah“

Die Studie „Carolin meets Hannah“ will nun noch intensiver herausfinden, welche Merkmale langzeitüberlebende Eierstockkrebspatientinnen von anderen unterscheiden. So werden im ersten Teil der Studie die rund 1.000 Teilnehmerinnen ausführlich nach ihren Lebensgewohnheiten, ihren Begleiterkrankungen und ihren vorausgegangenen medizinischen Behandlungen befragt. Im zweiten Teil erfolgen dann die umfangreiche körperliche Untersuchungen an der Charité.

Noch wissen die Ärzte wenig, außer dass es tendenziell jüngere Frauen sind - und die Qualität der Behandlung eine große Rolle spielt.

Zur Studie und Informationen: http://carolinmeetshanna.com

Mehr Infos zum Langzeitüberleben: https://www.mta-dialog.de/artikel/schluessel-zum-langfristigen-ueberleben-beim-eierstockkrebs.html

Quelle 1 und 2: Texte übernommen und angepasst aus: https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/mehr-langzeitueberlebende-bei-eierstockkrebs-12649/

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www.eierstockkrebsdeutschland.de oder www.eskd.de

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